• Haltungsfragen

    Die leisen Kinder …

    Oft sind es die lauten, heraufordernden oder sozial destruktiv handelnden Kinder, die unsere Aufmerksamkeit erobern und uns täglich fordern. Auch die hohe Anzahl an Schülern pro Klasse sorgt dafür, dass wir unsere Aufmerksamkeit selektieren: wer braucht am meisten Unterstützung, Begleitung und Konsequenz?

     

    Doch was passiert mit den Kindern, die gewissenhaft, ruhig und angepasst sind – den Kindern, die offenbar keine Probleme haben? Beate Letschert-Grabbe beschreibt Beachtung als fundamentales Bedürfnis. Umso gravierender ist es, wenn manche Kinder einfach aus unserem Sichtradar fallen. Ein Ereignis in meiner Klasse hat mir vor Augen geführt, wie wichtig es ist, dass wir Lehrkräfte alle Kinder nicht nur fachlich, sondern auch oder gerade sozial und emotional im Blick haben. 

     

     

    In meiner Klasse gibt es zwei Jungen, die in der dritten Klasse – also seit ich sie übernommen habe – unzertrennlich waren. Jeden Tag saßen die beiden nebeneinander, haben Autorenteams in der Schreibzeit gebildet, in der Pause miteinander gespielt, sind zusammen in die Mittagsbetreuung und danach gemeinsam nach Hause gelaufen, da sie fast Nachbarn waren. Die beiden waren wie Zwillinge. Selbst in der 4. Klasse, als sich die Kinder jeden Tag freie Sitzplätze wählen durften, saßen die beiden nebeneinander. Tag für Tag.

     

    Jetzt, zum Halbjahr der 4. Klasse, begann sich etwas zu ändern. Einer der beiden Jungs suchte zunehmend den Kontakt zu anderen Kindern und setzte sich eines Tages auch neben ein anderes Kind. Beide Jungen sind ruhige, ausgeglichene Kinder, die mit ihrem Verhalten nicht negativ auffallen, sondern für eine positive Atmosphäre sorgen.

     

    Da diese Veränderung ganz leise, ohne Streit oder Emotionen mit sich ging, nahm ich es überrascht wahr, wertete es aber als positives Signal, dass die beiden sich auch anderen Kindern öffnen.

     

    Nach einigen Tagen aber bemerkte ich, dass die Veränderung nur von einem Kind ausging und der andere Junge noch sehr an dem anderen hang. So rief er ihn weiterhin immer auf, wartete auf ihn nach Schulschluss und beobachtete ihn scheinbar unbemerkt aus den Augenwinkeln.

     

    Auch dies nahm ich wahr, doch sagte mir auch: Es ist das gute Recht des einen Jungen, sich auch andere Freunde zu suchen. Und das andere Kind schien es trotz allem gut wegzustecken und verhielt sie wie immer.

     

    Wenige Tage später, ganz spontan, beschloss ich aber dennoch das Gespräch mit dem „zurückgelassenen“ Kind zu suchen. Ich nahm ihn während einer Stunde beiseite und fragte ihn wie es ihm ging. Er antwortete mit „gut“. Ich hätte das Gespräch beenden können – ich hatte mich schließlich nach ihm erkundigt, doch ich machte weiter und sagte ihm, dass ich beobachtet hätte, dass sich gerade etwas zwischen ihm und seinem besten Freund verändert.

     

    Überrascht sah mich der Junge an, doch dann begann er zu erzählen. Er wisse nicht warum, es kam von einem Tag auf den anderen und er fragte sich, was er falsch gemacht hätte. Im Gespräch wurde deutlich, dass er seinen Freund vermisste und das Verhalten nicht verstand und deshalb die Gründe bei sich suchte.  Der sonst so ruhige, zurückhaltende Junge sprach sich seine Gefühle von der Seele. Ich hörte ihm aufmerksam zu und nahm mir dann Zeit um mit ihm auf die Situation eingehen. Dabei erklärte ich, dass es bei Freundschaften vorkommt, dass ein Freund auch andere Freunde sucht. Es ist schmerzhaft, wenn sich jemand von einem abwendet, aber darin liegt auch eine große Chance: Man selbst kann sich auch umsehen und andere Kinder besser kennenlernen.

     

    Manche Freundschaften halten ein Leben lang, andere verändern sich. Aber aus Erfahrung kann ich sagen, dass immer Menschen an der Seite sind und man nie allein ist.

     

    Mir war es im Gespräch wichtig, das Verhalten des anderen Jungen nicht abzuwerten. Er machte nichts falsch, dennoch verletzt das Verhalten und das gestand ich dem Kind auch zu . Falsches Schönreden ist hier unangebracht und dennoch kann ich ihm aus Erfahrung stärkende Worte mitgeben. Ich beendete unser Gespräch damit, dass ich ihm sagte, dass er schon ganz viel richtig mache: Er sitzt jeden Tag neben einem anderen Kind und verkrümelt sich nicht auf dem Einzeltisch und er war auch nicht beleidigt, sondern traurig und verwirrt – und das darf er sein.

     

    Im Nachhinein war ich sehr froh, dass ich – obwohl es nicht den Anschein machte, als ob das Kind Gesprächsbedarf hätte – doch das Gespräch gesucht habe. Denn unter der ruhigen Erscheinung brodelten Gefühle der Angst, des Zweifels und des Schmerzes.

     

    Doch wie wichtig, das Gespräch für das Kind war, erfuhr ich erst als drei Wochen später in das Schreibheft des Kindes guckte und diesen Eintrag las.

     

    Die Worte berührten mich sehr und gleichzeitig machten sie mir deutlich, wie wichtig es ist, die leisen Kinder nicht zu übersehen. Sie brauchen uns genauso wie jedes andere Kind.

     

    Und sie zeigen mir auch – so toll sich unsere Klassengemeinschaft auch entwickelt hat, dass wir weiter an uns und miteinander arbeiten müssen. Ich habe das Kind (z) zu einem Gespräch zu mir geholt und darüber gesprochen, dass – auch wenn man in einer Gruppe (Gang) mit Freunden ist, man sich nicht immer von anderen abgrenzen muss, ganz nach dem Motto „Du gehörst nicht zu uns“. Der Junge verstand schnell, worauf ich hinauswollte und ich werde  ein Auge auf die Situation haben. Und ihn bestärken, wenn ich Momente bemerke, wo er er diese Grenzen überwindet.

     

    Buchtipp:

     

    Von ganzen Herzen und aus Überzeugung möchte ich hier noch einmal auf das geniale, so wertvolle Buch Das übersehene Kind“ von Beate Letschert-Grabbe hinweisen. Ich selbst habe das Buch von meiner Mama geschenkt bekommen und fand dort so viele Aspekte meiner eigenen Haltung und Input, wie ich meine Werte im Unterricht und alltäglichen Unterrrichtsgeschehen leben kann. 

  • Haltungsfragen

    Grenzen setzen – Kind LARA

    Lara mag mich nicht. Das äußert sich in Kommentaren wie „Frau Meier (die Klassenlehrerin aus Klasse 1/2) hat das aber anders gemacht.“, Antworten wie „Das sage ich dir nicht“ und Aussagen in anonymen Schreibanlässen („Ich mag meine Lehrerin nicht“).

    Gleichzeitig sucht sie aber den Kontakt zu mir. Sie spricht laut über mich, damit ich es unbedingt höre. Wenn ich sie darauf anspreche, was sie mir sagen möchte, legt sie den Finger an die Lippe, schaut in die Luft und sagt „Äh nichts.“ Sie verletzt absichtlich mit Worten – anfangs mich und zunehmend auch bewusst ihre Mitschüler.

     

    Ja, anfangs verletzte Lara mich. Ich bin ehrlich. Es hat mich als Berufsanfängerin nicht kalt gelassen als ich schwarz auf weiß kurz nach der Klassenübernahme lese: „Ich mag meine Lehrerin nicht.“ Ich wollte gemocht werden. Bin ich so schlimm? Warum mag Lara mich nicht? Ich war verunsichert, verletzt und gekränkt.

     

    Ich telefonierte mit meiner Mama, die mir sagte: „Bist du da um gemocht zu werden? Du triffst als Lehrkraft auch unpopuläre Entscheidungen – das gehört zur Erziehung von Kindern und zur Übernahme von Verantwortung einfach dazu. Du MUSST nicht gemocht werden.“ Und sie fragte: „Hast du unpopuläre Entscheidungen gegenüber Lara getroffen?“

     

    Ich dachte nach – und kam zu dem Ergebnis: JA, das hatte ich.


    Lara hat Diabetes und sowohl in der 1. als auch 2.  Klasse kam in jeder Pause ihre Mama in die Klasse, um den Blutzuckerwert zu prüfen und zu regulieren. Kurz bevor ich dann als Referendarin meine erste Klassleitung übernahm, lernte ich die Klasse, Lara und ihre Mutter kennen. Die Mama bat mich noch vor den Sommerferien um ein Elterngespräch. Während des Gesprächs fing die Mama zu weinen an: Lara entwickle sich zum Einzelgänger und sie habe Angst, wie das in der 3. Klasse weitergehen würde.

     

    Noch im Gespräch regte ich zu einem ersten Schritt an, wie dem entgegengewirkt werden kann. Lara soll über die Sommerferien lernen, ihren Blutzuckerwert selbst zu regulieren. Durch das tägliche Erscheinen der Mutter im Klassenzimmer, die vorsichtige Umsorgung Laras (die Mama ist sehr fürsorglich und besorgt) ist Lara automatisch besonders. Und Kinder sind Kinder, sie nehmen keine falsche Rücksicht. Lara ist durch diese Umsorgung der Mutter eine Besonderheit. Wenn Lara in die Klasse integriert werden soll, dann muss die Umsorgung in der Schule auf ein Mindestmaß reduziert werden, um Laras Sonderstatus zu revidieren.

     

    Die Eltern und Lara gaben während der Sommerferien wirklich alles: Lara konnte ab dem ersten Schultag im 3. Schuljahr selbstständig messen, regulieren, abstecken, etc. Lediglich ein Handywecker erinnert sie täglich an ihre Aufgaben. Das meinte ich mit Mindestmaß. Toll, wie die Familie das hinbekommen hat. Doch das war auch eine unpopuläre Entscheidung! Lara war es aus Klasse ½ nicht gewohnt, aus ihrem Schonraum geholt zu werden. Sowohl von ihrer Mama als auch der Klassenlehrerin wurde sie umsorgt, immer wieder gefragt, ob alles in Ordnung sei, während ich Lara wie eine normale Schülerin behandelte. Ich forderte sie. Natürlich aus besten Absichten: um Lara dabei zu helfen, eine selbstständige und selbstbewusste Schülerin zu werden, die sich in die Gemeinschaft integrieren kann, da sie eine von uns allen ist. Extrabehandlungen bekam sie von mir nicht (außer in wenigen Notfällen, als die Werte rapide sanken / stiegen).

     

    Vielleicht nimmt Lara mir das unbewusst übel. Sie ist bei mir nicht das Kind mit Diabetes. Sie ist Lara, von der ich dasselbe verlange, wie von den anderen Kindern aus meiner Klasse.

    Dazu gehört auch, dass ich ihre Tendenzen zu bewusst gemeinem und verletzendem Verhalten gegenüber ihren Mitschülern nicht einfach hinnahm. Stattdessen nahm ich Lara mehrmals zur Seite, spiegelte ihr ihr Verhalten und zeigte ihr die Konsequenzen auf.

     

    Beispielsweise redete sie lauthals von einem Geheimnis, das so spannend sei. Als ein paar Kinder sie fragten, was das Geheimnis sei – schließlich sprach sie sehr laut darüber – schrie sie: das verrate sie keinem außer Ben und Tarek. Kein Verhalten, dass Mitschüler dazu anregen, das Kind in die Klassengemeinschaft aufzunehmen. Stattdessen kommentierten sie ihr Verhalten immer öfter mit „Lara ist echt komisch.“ Und sie hatten recht. Sie selbst grenzte sich aus. Die anderen nahmen sie mit ihren Eigenarten hin, aber Lara schien es darauf anzulegen, dass die anderen ihr sagten, dass sie nicht dazugehörte und nicht wie sie seien.

    Im Laufe des Schuljahres äußerte sie Aussagen während eines Schulausflugs wie „Ich laufe weg.“ Als ich sie fragte, warum sie weglaufen wolle, antwortete sie „Damit ihr mich vermisst.“ Diese und andere Aussagen verließen mich dazu, die Eltern zu kontaktieren. Sie sehen Lara kaum in der Gesellschaft mit anderen Kindern und kennen solche Verhaltensweisen von zuhause kaum. Da Lara während der Schulschließung starke Stimmungsschwankungen zeigte und die Schule laut Eltern stark vermisste (Hier zeigte sich mir, wie falsch ich manches eingeschätzt hätte. Nie im Leben hätte ich auch nur vermutet, dass Lara die Schule vermissen würde), war sie bereits in psychologischer Behandlung. Das empfand ich angesichts des aktuellen Verhaltens in der Schule als richtigen und wichtigen Schritt.

     

    Das vierte Schuljahr begann und Laras Tendenzen zu verletzendem, einschüchterndem Verhalten stiegen. Bereits am dritten Schultag äußerte sie Aussagen wie „Ich töte euch alle“ und „Ich fackele die Schule ab“ und ich handelte sofort. Ich rief die Eltern an und bat direkt zum Gespräch am nächsten Tag. Dieses Informationsgespräch ging sehr kurz, da es mir auf eines ankam:


    1) Die Eltern zu informieren, um handeln zu können: Gespräche, Informieren des Kinderpsychologens
     und um ein realistisches Bild ihrer Tochter zu erhalten. Bereits einige Male hatte ich das Gefühl, dass Lara sich zuhause ganz anders gab als sie es in der Schule tat. Für dieses Gespräch bat ich Lara außerhalb des Klassenzimmers zu warten. Ich erklärte den Eltern die letzten Äußerungen und dass ich Lara nun reinholen würde, um ihr ganz klar zu sagen, was ich von ihr erwarte. Die Eltern sollen dies aus Transparenzgründen mithören (sie wissen, was ich von Lara verlange) und auch um meinen Ton zu hören: Jetzt geht es um Grenzen setzen. Ich fordere Lara wieder heraus und zwar darin, ihr Verhalten mit ihren verletzenden Äußerungen zu ändern.

     

    2) Lara kam ins Klassenzimmer und ich sagte vor den Eltern in sehr bestimmten, klaren Worten (mit entsprechender Mimik, es war mir ernst, ich war nicht unfreundlich, aber ein Lächeln ist mir in so einem Moment nicht passend:

     

    Lara, ich ERWARTE VON DIR …


    1) … dass du, wenn du hereinkommst am Morgen mich begrüßt (Oft huschte sie schnell zum Platz, obwohl es mir wichtig ist, dass wir uns alle gegenseitig begrüßen. Ich möchte jedes Kind aktiv und bewusst wahrnehmen am Morgen).

     

    2) … dass du aufhörst zu drohen, wie „Ich töte euch alle“. Das macht anderen Kinder Angst, verwirrt sie oder ärgert sie. Lass das!

     

    Laras Blick sprach Bände: Diese klaren Ansagen vor den Eltern behagten ihr nicht. Allein als ich ihr sagte, dass ich ihre Eltern anrufen werde, meinte sie „Oh Schreck“. Aber nicht aus Angst vor einer Strafe, sondern weil ihre Eltern so mitbekommen, wie sich Lara in der Schule verhält.

     

    Da ich Lara bereits oft aus dem Unterricht beiseite nahm und ihr Verhalten spiegelte, ohne, dass sich etwas änderte, hatte ich keine Erwartungen. Aber es war mir für mich wichtig: Ich musste Grenzen setzen, damit dieses Mädchen mir nicht auf der Nase herumtanzte. Um dieses Mädchen vor sich selbst zu schützen: So gewinnt man keine Freunde. So wird der Schultag für alle anstrengend.

     

    Das Gespräch war an einem Freitag und am Montag kam Lara wieder in die Schule. Seitdem hat sie keine Äußerungen dieser Art mehr getätigt. Sie grüßt mich. Sie ist (in ihrem Rahmen) freundlich. Sie kann normal mit ihr sprechen.

    Rückblickend glaube ich, dass diese Ansage vor den Eltern schon längst fällig war:

     

    • Um Lara einen Rahmen zu geben, da zuhause vor Fürsorge keine Begrenzung herrscht. Um Lara.

     

    • Damit Lara Achtung für mich entwickelt: Du darfst mit mir nicht umgehen wie du möchtest. Ich fordere von dir grundsätzliche Verhaltensweisen, wie grüßen und einen freundlichen Ton.

     

    • Um mir selbst einen neuen Umgang mit Lara zu ermöglichen: Ich hatte zu viel persönlich genommen und heruntergeschluckt – vielleicht, weil ich dem falschen Ziel hinterhergerannt bin: von jedem Kind gemocht zu werden. Das werde ich nie und das muss ich auch nicht. 


    Hast du ähnliches erlebt? Was hat dir geholfen?  Teile deine Erfahrungen gerne in den Kommentaren. 

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  • Deutsch

    Übungen zu den 4 Fällen

    Hier kannst du dir nach und nach meine Übungen zu den vier Fällen herunterladen. Ich werde die Übungen schrittweise ergänzen.

    Ich habe zur Einführung mein Erklärvideo gezeigt und dann mit den Kindern ein paar Beispiele gemeinsam an der Tafel gemacht.
    Dann habe ich dieses AB zur gemeinsamen Übung (Schulübung) ausgeteilt. 

    Als Hausaufgabe gab es dann dieses AB. Dort ist der QR-Code zum Erklärvideo verlinkt, sodass sich die Kinder das Video bei Bedarf noch einmal zuhause angucken können.

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  • Deutsch

    Hefteintrag zu den vier Fällen

    Hier kannst du meinen Hefteintrag zu den vier Fällen nachlesen. Gerne kannst du den Hefteintrag für deinen Unterricht verwenden.

    Herunterladen kannst du dir den Hefteintrag hier.

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  • Deutsch

    Erklärvideo zu den vier Fällen

    Die vier Fälle – ein Thema in Deutsch vor dem ich wirklich Respekt hatte und das obwohl ich mit Hauptfach Deutsch und meiner Freude an allen Bereichen in Deutsch, auch der Grammatik bisher kaum ein Thema hatte, bei dem ich Zweifel hatte, wie ich es verständlich den Kindern beibringen kann.

    In meiner Klasse sind viele Kinder mit einer anderen Muttersprache als Deutsch und daher wollte ich ein Erklärvideo erstellen, dass möglichst alle Kinder mitnimmt und wirklich schrittweise auf die Bedeutung der vier Fälle eingeht.

    Die größte Schwierigkeit war für mich, Satzglieder und die vier Fälle für die Kinder klar abzugrenzen sowie die Folgen für Artikel und Adjektive (dem, des …) aufzuzeigen, ohne, dass sie eine verwirrende Tabelle auswendig lernen.

    Dabei habe ich jetzt mit viel Vorbereitungszeit dieses Video erstellt. Es ist etwas länger als üblich, aber nur so konnte ich in dem Video meinen Ansprüchen gerecht werden, jedes Kind (im besten Fall) abzuholen und schrittweise mit Beispielen die vier Fälle einzuführen.

    Ich freue mich, wenn du das Video auch verwenden kannst, oder Ausschnitte davon.

    Einen schönen Nachmittag!

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  • Classroom Management,  Deutsch

    Lesenacht

    Hier zeige ich dir meinen Eltern-Infobrief mit Packliste. Auf einem extra Zettel habe ich mir die Einverständnis eingeholt. Diese kannst du hier herunterladen. Das Datum fügst du am besten einfach händisch ein.

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  • HSU

    Verkehrsschilder üben – Verkehrserziehung in der Grundschule

    Um die Bedeutung der Verkehrsschilder gezielt zu üben, habe ich zwei Lernpläne erstellt. Mit ihnen können die Kinder zuerst selbstständig lernen und sich dann in Partnerarbeit gegenseitig abfragen.

    Ich habe die beiden Lernpläne dazu ausgedruckt und vor dem laminieren die Spalte mit den Schildern nach hinten gefaltet und dann laminiert. Denkbar wäre es natürlich auch, jedem Kind so einen Plan mitzugeben (ohne laminieren).

    Neben jedem Schild steht die korrekte Bezeichnung, sowie eine Beschreibung, was darunter zu verstehen ist. Das hilft meinen Kindern sehr, denn was hilft es, wenn ich weiß, dass es eine Vorfahrtsstraße ist, aber ich nicht weiß, was dann für mich gilt?

    Falls ihr die Lernpläne gebrauchen könnt, ladet sie euch hier herunter. 🙂

  • Haltungsfragen

    Wer darf zuerst fahren? Kärtchen mit Selbstkontrolle für die Verkehrserziehung in der Grundschule

    Meine Klasse ist gerade mitten in der Vorbereitung für den Fahrradführerschein. Aus diesem Grund habe ich nun 26 Kärtchen erstellt, die verschiedene Verkehrssituationen (mit und ohne Schilderregelung) zeigen.


    Ich habe die Kärtchen laminiert und die Kinder tragen mit Folienstift die richtige Reihenfolge ein, wer zuerst fahren darf und wer als letztes. Auf der Rückseite (doppelseitig kopiert) befindet sich die Lösung zur Selbstkontrolle. Außerdem habe ich dort noch eine kurze Erklärung ergänzt, sodass auch bei einer falschen Lösung die Kindern nachvollziehen können, warum die Reihenfolge anders ist.

    Ich werde diese Kärtchen in die Morgenarbeit (Wochenplan) einbauen und jedem Gruppentisch die Kärtchen in einer Box zur Verfügung stellen. So können sie täglich selbstständig üben. Außerdem werde ich sie immer wieder als kleinen „Brainer“ im Unterricht einfließen lassen und gemeinsam die Lösung begründen lassen.

    Ich hoffe, ihr könnt die Kärtchen ebenfalls brauchen und wünsche euch viel Spaß damit!

    Herunterladen könnt ihr sie euch hier.

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  • Mathematik

    UE 2 Wahrscheinlichkeit

    In der zweiten Unterrichtseinheit (UE) nehmen wir uns den Würfel vor. Zunächst starten wir mit dem Würfeln mit einem Würfel. Diese UE eignet sich auch toll als Lernstandserhebung, da man durch die Vermutungen und Begründungen erkennt, ob die Kinder das Zufallsprinzip bereits kennen und erklären können oder noch das Konzept haben, dass die Sechs unwahrscheinlicher zu würfeln ist.

     

    Für die UE braucht jedes Kind oder jede Partnergruppe einen Würfel und folgendes AB. Jedes Kind würfelt 30 Mal und hält seine Ergebnisse als Strichliste fest. Im Anschluss schaut es sich die Verteilung an – was fällt auf?
    Beispielsweise kann es sein, dass alle Augenzahlen etwa gleich oft gewürfelt wurden – oder aber manche Augenzahlen gar nicht.

    Im nächsten Schritt versucht es nun, zu begründen, warum es so ist. Hier wird es spannend! Manche können es benennen: Es ist Zufall, andere haben andere Vorstellungen. Hier lohnt es sich nun die Beschaffenheit eines Würfels anzuschauen und so ein tragfähiges Konzept anzubahnen: Jede Augenzahl gibt es genau 1x. Die Wahrscheinlichkeit ist genau gleich verteilt. Ich nutze dafür gerne einen großen Schaumstoof-Demowürfel.

    Diese Erkenntnis muss da sein, bevor es in UE 3 zum Würfeln mit drei Würfeln geht.
    Zudem lohnt es sich spätestens jetzt einen Wortspeicher anzulegen mit wichtigen Begriffen wie Augenzahl, Wahrscheinlichkeit, möglich, sicher, unmöglich, …

    Einen Literaturtipp habe ich für euch: PikAS hat eine tolle Ausarbeitung zur Wahrscheinlichkeit. Ich habe daraus viele Ideen und Schritte für mich mitnehmen können. Also schaut da auch gerne rein 🙂

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