• Heimat- und Sachunterricht

    Eindrücke Lernrolle

    Hier siehst du einige Beispiele von Lernrollen meiner Kinder. Du siehst: Die Vielfalt und Individualität ist groß und gewollt 🙂 

     

    Ich zeige auch absichtlich nicht nur Schönstschrift-Beispiele, sondern einen bunten Mix – genau so, wie eine Klasse eben ist. Und in meiner Klasse sind eben auch Kinder, die sich mit Rechtschreibung schwer tun und LRS haben und genauso tolle Ergebnisse haben wie andere Kinder. Jeder eben so wie er kann!

     

    Schade, dass du nicht das Gesicht der Kinder sehen kannst, sie waren so stolz!

    Ich zeige dir hier Bilder von verschiedenen Abschnitten (also Teilthemen der UE). Du siehst aber auch bei meinen UE noch einmal explizite Beispiele. Diese hier dienen für den Gesamteindruck.

    Hier siehst du ein Video, das die gesamte Lernrolle eines Kindes zeigt.

    Bilder zu UE 1: Lebensräume und ihre Bewohner

    Bild / Video zu UE 2: Gefahren für Lebensräume und ihre Bewohner

    Bilder zu UE 4: Wahlaufgabe Reflexion / Ziel

    Überlegungen zur Wahlaufgabe: Was kann meine Schule für den Umweltschutz tun?

    Überlegungen zur Wahlaufgabe: Was tue ich bereits für den Umweltschutz?

    Überlegungen zur Wahlaufgabe: Welches Ziel setze ich mir für mich?

    Bilder zur UE 5: Steckbrief zu Hühnern

    Bilder zur UE 6: Haltung von Hühnern 

    Hier siehst du Fotos von der gesamten Lernrolle:

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  • Heimat- und Sachunterricht

    UE 4: Was tue ich für den Umweltschutz und welches Ziel setze ich mir?

    In dieser UE geht es darum, dass die Kinder anhand der Auseinandersetzung mit Gefahren ihr bisheriges Verhalten in Bezug auf Umweltschutz reflektieren oder sie sich ein Ziel setzen, auf was sie in Zukunft achten wollen.

    Ich spreche deswegen von oder, weil die Kinder zwischen drei Aufgaben auswählen durften, mit der sie sich vertieft auseinandersetzen möchten. Schnelle Kinder haben zwei  oder sogar alle drei Aufgaben bearbeitet. 

    Es steht hier also die kritische Reflexion im Vordergrund und die UE stellt den Bezug zwischen Theorie und Praxis her. 

    Dabei kamen folgende Ergebnisse heraus:


    Wie sehr die Kinder dabei waren, zeigt sich an den tollen Ideen, die sie im Rahmen dieser UE vorschlugen. So fragte mich eine Schülerin, ob wir nicht nach der Pause den Pausenhof von Plastikmüll befreien könnten und ein Foto vom Müll machen. Das Foto wolle sie anderen Klassen zeigen, sodass alle mehr darauf achten, den Müll in den Mülleimer zu werfen. Dieser Idee kam ich nur zu gerne nach.  

    Ein anderes Kind schlug vor, dass wir in der Schule einen Müllsammeldienst einführen – wie das in vielen weiterführenden Schulen oft der Fall ist. Auch eine Mülltonne extra für Restmüll wurde gefordert. All das zeigte mir, dass die Kinder wirklich eine Vorstellung bekommen haben, wie Umweltschutz aussehen kann und wie sie aktiv tätig werden können.

    Eine Schülerin gestaltete ein Büchlein, viele andere Plakate. Auch hier gilt wieder: Kreativität und unterschiedliche Vorgehensweisen zulassen – dann kommen die tollsten Ergebnisse heraus 🙂


    Material:

    • Übersicht über die drei Wahlaufgaben: hier

     

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  • HSU

    UE 3: Lernvideos zu Gefahren für Lebensräume und ihre Bewohner erstellen

    Eigentlich aus der Not heraus (sieben Kinder fehlten quarantänebedingt) wollte ich herauszögern, dass wir bereits mit der Sequenz weiter voranschreiten und habe recht spontan entschlossen, gemeinsam mit den Kindern Lernvideos zu den Gefahren für Lebensräume und ihre Bewohner zu erstellen. 

     

    Jetzt im Nachhinein würde ich diesen Schritt jederzeit wieder gehen und wenn ich diese Sequenz mit einer anderen Klasse mache, werden die Lernvideos auf jeden Fall ein Teil der Sequenz sein. 

    Leider kann ich euch aus datenschutzrechtlichen Gründen kein Video der Kinder zeigen, aber ich sage euch: Mein Herz sprudelt über vor Stolz. ALLE haben da so gut gemacht. 🙂 


    Insgesamt hat das Erstellen eine Woche gedauert: es war Teil des Wochenplans und auch vier HSU-Stunden wurden zur Verfügung gestellt. 


    mein Vorgehen:

    • zufällige Gruppenbildung durch Haltestellenprinzip (Erfahre hier mehr)
    • pro Gruppe ein Korb mit Anleitung
    • pro Gruppe 1-2 iPads 
    • Raum organisieren, in denen die Kinder das Video aufnehmen können 
    • Reflexionskarte für die Überarbeitung des Videos
    • Präsentation innerhalb der Klasse mit Einladung der Rektorin
    • Präsentation in den anderen Klassen unserer Schule

     

    Apps:

    Ich habe den Kindern zwei Apps zur Auswahl gestellt: iMovie und Clips. Beide waren schon auf den iPads installiert und eignen sich toll für die selbstständige Erstellung eines Videos. Clips ist sehr intuitiv – ich hatte eigentlich vor, alles mit iMovie machen zu lassen, aber ein Kind fragte mich, ob es auch Clips verwenden dürfe. Ich habe dann kurz rumprobiert und es den Gruppen freigestellt.

    Beide Apps wurden verwendet – es ist also ganz individuell, mit welcher App man sich leichter tut.

     

     

    Worauf kommt es an?

    • die Kinder wollen erfahrungsgemäß direkt mit dem iPad arbeiten und loslegen – doch zunächst muss das Video geplant werden 
    • dafür haben die Kinder schriftlich einen klaren AA erhalten:

      1) Jedes Kind wählt eine Gefahr aus, über die es informieren möchte
      2) Die Gefahr wird beschrieben und genauer erklärt: Warum ist eine Gefahr? Was passiert?
      3) Beendet wird mit einem Wunsch, einem Auftrag oder einem Ziel

    • die Kinder suchen auf FragFinn passende Bilder aus oder malen eigene Bilder zu ihrer Gefahr
    • die Bilder werden in die App eingefügt
    • der Vortrag wird geübt:

      1) Was wird zu Beginn gesagt?
      2) Welche Reihenfolge?
      3) Wie beenden wir das Video?

     

    Die Gruppen gehen dabei ganz verschieden vor. Einige stellen sich zu Beginn mit Foto und Rolle vor (z.B. der Medienprofi, die Chefin). Das war total nett! Hier lasse ich den Kindern auch viel freie Hand. Wichtig ist mir, dass die Gefahr wirklich verständlich erklärt wird: Auch die Kinder in der ersten Klasse sollen verstehen, um was es in deinem Video geht.

     

     

    Material:

    • Selbsteinschätzungs-und Reflexionskarte zur Strukturierung des Vorgehens beim Videodreh: hier
    • Arbeitsauftrag mit Anleitung zur App iMovie: hier
    • Differenzierung: Vorlage für das Schreiben Videotextes: hier

     

    Als wir das Video in der Klasse präsentierten, waren die Kinder so stolz! Sie durften dann in andere Klassen und das Video zeigen und kamen so glücklich und selbstbewusst zurück. Einige baten mich, ob sie diesen Moment in ihr Schreibheft aufschreiben dürfen. Natürlich durften sie! Ich selbst war ganz erfüllt, dass neben Medienkompetenz, sozialen Kompetenzen, inhaltlicher Auseinandersetzung auch der Selbstwert und die Selbstwirksamkeit der Kinder so geschult wurde.

  • Heimat- und Sachunterricht

    UE 2: Gefahren für Lebensräume und ihre Bewohner

    Nachdem wir uns zunächst mit Lebensräumen und ihren Bewohnern beschäftigt haben und unser erstes Lernplakat erstellt haben, geht es in UE 2 um die Gefahren für Lebensräume und ihre Bewohner.


    Bei dieser UE haben mich die Kinder total verblüfft. Ich habe mir im Vorfeld Gedanken gemacht, welche Gefahren von den Kindern kommen könnten und gedacht, dass es wirklich schwierig werden könnte.

    Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, zu Beginn die Kinder in Gruppen mit der Placemat-Methode sammeln zu lassen. Die Vielfalt an Ergebnissen seht ihr auf den Bildern. Erstaunlich oder? 🙂 

     

    Insgesamt hatten wir dann sechs Placemat-Plakate. Eine Gruppe begann mit der Vorstellung der Gefahren, während die anderen Gruppen ergänzten. Während alle Gruppen den Plastikmüll in Meeren als Gefahr für den Lebensraum Wasser und ihre Bewohner erkannten, wurden auch sehr individuelle Überlegungen deutlich, wie beispielsweise:

     

    • der Mensch, weil er als Jäger Tiere tötet 
    • der Mensch, weil er  Angst vor Spinnen hat und sie daher tötet
    • Atomkraftwerke, da diese bei einer Explosion schwerwiegende Folgen haben
    • Klimaerwärmung durch Co2-Ausstoß bei Autobenutzung 
    • Naturkatastrophen (Flutwelle, Vulkan)

     

    Auf den Bildern der Lernplakate seht ihr, wie die Kinder die Gefahren kategorisiert und erklärt haben. Anhand der Checkliste haben sie die Gefahren in Kategorien eingeteilt (z.B. Mensch, Naturgewalt) oder nach Lebensraum aufgelistet (Gefahren für Lebensraum Land, Wasser und Luft).

     

     

    Während der Gestaltung des Lernplakats standen den Kindern jederzeit alle Placemat-Plakate zur Verfügung. Die Checkliste bot eine zusätzliche Orientierung und Gelegenheit zur Überprüfung und Überarbeitung. Wichtig ist es hier darauf zu achten, dass Gefahren nicht nur aufgelistet, sondern auch erklärt werden – sodass die Kinder sich auch wirklich mit der Gefahr auseinandersetzen.

    Denn spätestens beim Erstellen des Lernvideos (UE 3) wird deutlich, ob das Kind die Gefahr wirklich verstanden hat und erklären kann. 

    Material:

    • Checkliste Gefahren für Lebensräume und ihre Bewohner: hier
    • WK für Erarbeitung (mit Impulsen für Differenzierung, falls einem Kind gar keine Gefahr einfallen sollte): hier
    • Placemat für 4 Kinder: hier
    • Placemat für 3 Kinder: hier
  • HSU

    Planung der Sequenz zu Lebensräumen und ihren Bewohnern

    Heute möchte ich euch meine Sequenz zu Lebensräumen und ihren Bewohner (LB 3 Natur und Umwelt) in HSU vorstellen. Mein Schwerpunkt liegt dabei auf Umweltbildung, nachhaltige Entwicklung und globale Bildung, welche im Fachprofil des Heimats- und Sachunterrichts im LehrplanPLUS (dem bayerischen Lehrplan) als übergreifende Bildungsziele angeführt werden.

     

    Da Natur- und gerade auch Tierschutz für mich persönlich ein sehr wichtiges und auch persönliches Thema ist (siehe bei Über mich für mehr Informationen), ist diese Sequenz eine Sequenz, die mir sehr am Herzen liegt und die ich mit großer Freude entwickelt und durchgeführt habe.

     

    Wie bin ich vorgegangen?
    Zunächst habe ich mir Gedanken über den Verlauf der Sequenz gemacht. Dazu fertige ich oft erst handschriftlich einen Entwurf an, bei dem ich recht wirr alles aufschreibe, was mir einfällt und was ich an Inspiration in Lehrwerken oder im Internet finde.

    In einem nächsten Schritt ordne ich am Computer die Ideen zu einer zusammenhängenden Sequenz und ordne jeder Stunde ein Thema und einen zeitlichen Rahmen zu. 

     

    Die Idee, ein Haustier mit einem Wildtier zu vergleichen, das aus derselben Tierart stammt, habe ich vom ISB (GS_HSU_3-4_Wolf_und_Hund_Ein_Vergleich_Wildtier_Haustier.pdf (bayern.de). Zu den verschiedenen Lernbereichen in HSU (wie in meinem Fall Lernbereich 3, Natur und Umwelt) gibt es online verschiedene Aufgabenbeispiele, die Inspiration bieten. 

    Ich finde dort oft Anregungen und Ideen, wie auch den Vergleich von verschiedenen Tierhaltungen auf Preis, Tier und Käufer (Illustrierende Aufgaben zum LehrplanPLUS (bayern.de).

    Dann habe ich mich auch schon an die erste Unterrichtseinheit (UE) gemacht und diese mit großer Freude am nächsten Tag durchgeführt.

    Wichtig:

    Ich habe die Sequenz inmitten der Corona-Hochzeit durchgeführt und war zu keinem Zeitpunkt vollzählig mit allen Kindern beisammen. Daher habe ich die Sequenz nicht ganz so durchgeführt, wie geplant und den Fokus auf folgendes gelegt: 

    • Lebensräume und ihre Bewohner: hier
    • Gefahren für Lebensräume und ihre Bewohner: hier
    • Lernvideo zu Gefahren erstellen: hier
    • Was tue ich bereits für den Umweltschutz und welches Ziel setze ich mir? hier
    • Hühner Steckbrief: hier
    • Hühnerhaltung: hier

    Klick auf die Teilthemen der Sequenz um dir meine Verlaufsbeschreibung und das dazugehörige Material anzusehen. 

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  • HSU

    UE 1: Lebensräume und ihre Bewohner

    Einstieg:

    • Bildimpuls Wal voller Plastik im Wasser -> Bild ist den Kindern bereits aus der Sequenz zu Wasser bekannt, SuS äußern sich
    • zu erwartende SuS-Äußerung: Wal voller Plastik, der gestrandet ist -> Wasser ist sein Lebensraum, der aber verschmutzt wurde
    • WK Lebensraum und Wasser wird an die Tafel unter das Walbild gehängt
    • Impuls: „Welche Lebensräume gibt es noch?“
    • SuS nennen weitere Lebensräume, parallel dazu werden die WK Land und Luft dazugehängt


     

    Hinführung:

    • „Ich kann den Lebensraum Land genauer unterteilen“
    • Hilfsimpuls: Bildkarte (BK) Berg, Wald, …
    • Tabelle anlegen an Tafel mit je einer Spalte pro Lebensraum Luft, Wasser und dann Erde
    • Spalte von Lebensraum Erde wieder wieder in 4 Spalten unterteilt
    • Impuls: „Lebensräume sind bewohnt“  -> SuS-Äußerung: von Tieren, Pflanzen, (Menschen)
    • Zielangabe: Wir schauen uns in der nächsten Zeit Lebensräume und die dort lebenden Tiere genauer an.
    • AA: Welche Tiere leben in welchem Lebensraum? Ordne zu.
    • jeder Gruppentisch kommt nach vorne und trägt ein Tier in einer Spalte seiner Wahl ein

     

    Transformation:

    • Wir werden zu diesem Thema keine Probe schreiben, sondern eine Lernrolle erstellen (alternativer Leistungsnachweis)
    • eine Lernrolle besteht ähnlich wie eine Leserolle aus mehrerern aneinandergeklebten Blättern 
    • Besonderheit: Es wird nicht AB an AB geklebt, sondern die SuS gestalten die Lernrolle anhand von sogenannten Lernplakaten selbst 
    • zu jedem neuen Teilthema erstellst du dein eigenes Lernplakat und klebst es zu deiner Lernrolle zusammen
    • Kriterien für Lernplakat werden besprochen

     

    Sicherung:

    • Reflexion der eigenen Arbeit mithilfe der Checkliste + ggfs. Überarbeitung
    • Museumsrundgang: Was ist dir aufgefallen? Was ist einem Kind besonders gelungen und warum

     

    Tipp:

    • Gib den Kindern am Anfang Zeit sich mit der Gestaltung eines Lernplakats auseinanderzusetzen und ermutige sie eigene Ideen zu entwickeln. Wenn die Kinder das Gefühl haben, dass Vielfalt und Individualität gewünscht ist, kommen unglaubliche Ergebnisse heraus
    • der Museumsrundgang am Ende der ersten UE ist von großer Wichtigkeit: So sehen die Schüler:innen Beispiele von ihren Mitschülern und erkennen, wie viele verschiedene Vorgehensweisen möglich sind 
    • für die Teilthemen UE 1 (Lebensräume und ihre Bewohner) und UE 2 (Gefahren für Lebensräume und ihre Bewohner) habe ich mit Checklisten gearbeitet, die den Kindern eine Orientierung geben. Schnell bekommen sie aber ein Gefühl, auf was es ankommt und was ein gutes Lernplakat ausmacht
    • die Lernrolle besteht aus DinA3-Blättern, sodass die Kinder viel Platz zum Gestalten haben

    Material:

    • Bild-und Wortkarten für die Tafel: hier
    • Material um zu besprechen wie ein Plakat gestaltet werden kann + Checkliste: hier
    • Bild Wal voller Plastik: einfach im Internet suchen